Back to the Ocean – Issue 18

23.–27.06.26 — Broome to Exmouth

Ein Ende der langen Fahrtage war endlich in Sicht. Nur noch ein paar Stunden bis Broome — eine kleine Stadt direkt an der Küste. Nach all den Tagen im Outback, den langen Straßen, der roten Erde und den Roadhouses konnten es die Mädels kaum erwarten, endlich wieder Meer zu sehen.

In Broome wurde zuerst getankt und kurz eingekauft. Dann ging es endlich Richtung Strand. Schon auf dem Weg dorthin merkte man, wie die Freude bei den Mädels mit jedem Schritt größer wurde. Und dann war es da: das langersehnte Meer.

Natürlich musste sofort ein Meerdip sein. Glasklares blaues Wasser, weißer Strand, Meeresrauschen — und plötzlich war dieser Seelenfrieden wieder da, den man nach so vielen Kilometern durch das Inland fast vergessen hatte. Da kamen sogar ein paar Freudentränen. Verständlich eigentlich.

Danach ging es zum Campingplatz, der für zwei Nächte gebucht war. Nach den letzten Etappen fühlte sich das schon fast wie Ankommen an.

Der nächste Morgen begann gemütlich und stressfrei. Kein früher Start, kein stundenlanges Fahren, kein schneller Kaffee zwischen Einpacken und Losfahren. Danach ging es wieder zum Strand — nur zehn Minuten mit dem Auto. So kurze Strecken waren die Mädels gar nicht mehr gewohnt. Der langersehnte Strandtag war endlich da: Wasser, Sonne, liegen, wieder ins Wasser, wieder in die Sonne. Auf Dauerschleife.

Am Abend wurde mit vorgekochtem Essen der Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Dazu Ginger Beer und Cola — und ein kleines Anstoßen auf alles, was bis hierhin schon geschafft wurde. Einmal quer durch einen Kontinent. Da darf man schon kurz stolz sein.

Am nächsten Morgen wurde der Strand noch einmal bis 14 Uhr richtig ausgenutzt. Emma hatte dort sogar noch eine schöne Begegnung mit einer guten Freundin, die sie am Anfang ihrer Reise kennengelernt hatte. Die Freude war groß — so ein kleiner Full-Circle-Moment mitten in Broome.

Leider mussten die Mädels dann aber schon wieder los, damit sie noch vor Sonnenuntergang das nächste Roadhouse erreichen konnten. So ganz vorbei waren die langen Fahrtage also doch noch nicht.

Am 26. und 27.06. standen dann nochmal zwei lange Fahrtage an. Trostpreis: vermutlich die letzten richtig langen für eine Weile. Jeden Tag ungefähr fünfeinhalb Stunden fahren, das Ziel fest im Kopf: Exmouth.

Eine Nacht verbrachten die Mädels auf einer Raststätte vor dem Eighty Mile Beach, die andere in Karratha. Das Gas gab leider genau in dieser Phase den Geist auf, und die Suche nach neuem Gas stellte sich als überraschend schwierig heraus. Nach einem kalten Abendessen und einem kalten Frühstück war die Freude dann umso größer, als endlich bei einem Geschäft Gas nachgefüllt werden konnte. Man merkt erst, wie wichtig warmes Essen ist, wenn plötzlich alles kalt bleibt.

Die Fahrtage waren anstrengend — auch, weil Lena sich wieder krank fühlte. Aber diesmal war ein klares Ziel in Sicht. Nicht nur irgendein Roadhouse, nicht nur der nächste Schlafplatz, sondern Exmouth. Meer, Ningaloo, Küste, Pause.

Am Abend des 27.06. kamen die Mädels schließlich am Campingplatz in Exmouth an. Einmal kurz durchatmen. Zwei anstrengende Fahrtage waren geschafft.

Broome und die Tage danach waren irgendwie beides: erst Ankommen am Meer, dann nochmal Zähne zusammenbeißen auf der Straße. Aber diesmal mit dem Gefühl, dass sich der nächste große Abschnitt wirklich lohnt.