Ein Geburtstag zum Feiern! – Issue 19

28.–30.06.26 — Exmouth / Cape Range

Der 28.06. war ein besonderer Tag: Lisas 20. Geburtstag. Und natürlich musste dafür etwas gezaubert werden. Die Geburtstagstorte bestand aus geschichteten Palatschinken mit Pudding, Joghurt, Mohn und karamellisierter Banane. Ein echtes Meisterwerk, mit dem Lisa wirklich null gerechnet hatte.

Also wurde ganz gemütlich Kuchen gefrühstückt — wie es sich an einem Geburtstag gehört. Danach wurde endlich mal wieder Wäsche gewaschen, und der sonnige Tag wurde ausgenutzt. Emma und Lisa gingen an den Strand, während Lena sich im Camper ausruhte und versuchte, wieder richtig fit zu werden.

Am Abend gab es Ofengemüse mit Halloumi. Wenn es in einer Camp Kitchen schon einen Ofen gibt, muss man das natürlich ausnutzen. Dazu kam dann noch ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk: Eine Frau musste vor ihrem Flug nach Hause ihr Essen loswerden und gab den Mädels unter anderem einen hochwertigen Rotwein. Passender hätte es kaum sein können. Einen besseren Abnehmer für diesen Wein hätte sie sich eigentlich gar nicht aussuchen können.

So klang der Abend gemütlich aus — mit gutem Essen, Rotwein und ein bisschen Geburtstagsstimmung im Camperleben.

Am nächsten Tag begann dann eine Suche, die die Mädels so nicht ganz vorhergesehen hatten: die Suche nach Schlafplätzen. Ziemlich erschütternd mussten sie feststellen, dass alle Campsites im Cape Range National Park ausgebucht waren. Die nächsten freien Termine wären gefühlt erst im Dezember gewesen. Und weil freies Campen dort nirgendwo erlaubt ist, hieß es plötzlich: Schlafplätze suchen, alles durchrufen, Möglichkeiten checken, Pläne umwerfen, neu überlegen — viel denken und noch mehr denken.

Immerhin wurde das Gas dann endlich auch mal aufgefüllt. Ein kleiner Sieg zwischen all dem Campsite-Chaos.

Die ganze Planung zahlte sich am Ende aber aus. Für nur noch zwei Nächte musste eine Lösung gefunden werden, der Rest wurde umgeplant, vorgebucht und irgendwie passend gemacht. Danach war das Herz direkt ein bisschen leichter.

Am Nachmittag chillten die Mädels am Mauritius Beach. Fast alleine, wunderschön und irgendwie wie in einem Traum. Lena blieb leider noch im Camper, weil sie immer noch nicht ganz fit war, aber immerhin war das Meer nicht weit weg.

Am nächsten Morgen war bei Lena endlich Besserung in Sicht. Die drei Köpfe der Mädels hatten bei der Medikamentenversorgung anscheinend erfolgreich zusammengearbeitet. Es war zwar bewölkt und windig, aber die letzten Schlafplätze wurden gefunden und eine Schnorcheltour gebucht.

Vom Wind und Regen ließen sich die Mädels trotzdem nicht aufhalten. Ein Strand nach dem anderen wurde besucht, immer schön dem Regen entkommen — und dann wurden sogar springende Buckelwale gesehen. Einfach so. Australien kann wirklich sehr dramatisch sein, wenn es will.

Am Abend wurde endlich Rapunzel — Neu verföhnt geschaut, Lisas absoluter Lieblingsfilm. Ein ziemlich perfekter Abschluss für die verlängerte Geburtstagsstimmung.

Diese Tage waren eine Mischung aus Palatschinken-Torte, Wäsche, Rotwein, Campsite-Stress, Gas-Erleichterung, Mauritius Beach, Regenflucht, Buckelwalen und Rapunzel.

Nicht ganz stressfrei, aber sehr besonders.