Welcome to WA – Issue 17

20.–22.06.26 — Gregory, Kununurra & Fitzroy Crossing

Der Morgen begann in Gregory mit einer kleinen Entdeckung, die direkt für Unruhe sorgte: Emma hatte am inneren Oberschenkel einen Ausschlag mit kleinen roten Punkten. Woher kam das? Was war das? Erstmal wusste niemand so genau weiter — und dieses ungewisse Gefühl fuhr ab da ein bisschen mit.

Trotzdem stand an diesem Tag ein großer Moment an: die Grenze zu Western Australia. Die Freude war kurz wieder riesig, denn damit hatten die Mädels ihren letzten Bundesstaat erreicht. Das lang ersehnte Ziel: endlich WA.

Vor der Grenze musste allerdings noch alles an frischem Obst und Gemüse abgegeben werden. Also wurde vorher noch fleißig Knoblauch geschält, weil unpeeled garlic nicht mitgenommen werden darf. Auch das Obst wurde noch schnell aufgegessen. Kurzer Zuckerschock inklusive — aber bevor es weggeschmissen wird, wird es eben gegessen. Am Ende durfte fast alles mit, bis auf drei Kartoffeln. Ruhe in Frieden.

Das Ziel war Kununurra. Dort kam dann aber direkt der nächste kleine Schock: In der Gegend sollen viele Mosquitos unterwegs sein, die Krankheiten übertragen können. Und plötzlich war Emmas Ausschlag wieder das Hauptthema. Könnte das davon kommen? Waren es Bisse? War es gefährlich? Die Unsicherheit ließ nicht wirklich nach, also fuhren die Mädels ins Krankenhaus.

Die Diagnose war erstmal beruhigend: Ausschlag. Woher genau, konnte nicht sicher gesagt werden — aber es sah nicht nach Mosquito-Bissen oder etwas Ähnlich-Gefährlichem aus. Danach wurde trotzdem der Campingplatz gewechselt, einfach zu einem Ort, an dem sich alle sicherer fühlten.

Trotz emotional anstrengendem Tag wurde noch einiges erledigt: einkaufen, ankommen und die Mini Bungle Bungles anschauen. Schön war es, aber der Tag hatte viel Energie gekostet. Jede brauchte kurz Zeit, um runterzukommen und alles zu verarbeiten. Danach war ziemlich klar: Die Mädels wollten so schnell wie möglich Richtung Küste.

Bevor es weiterging, wurde aber noch ein Pausentag eingelegt. Eine Nacht wurde am Campingplatz verlängert, und der Tag wurde richtig genossen: gute Gespräche, Gitarre spielen, lesen, einfach kurz nicht weiterfahren müssen.

Das Highlight war ein richtiges Sonntagsessen: vegetarische Fleischlaibchen mit Kartoffelpüree und Linsen. Alle waren hin und weg. Sooo lecker. Genau das Essen, das man nach so einem intensiven Vortag braucht.

Am Abend ging es nochmal ins Krankenhaus, um Veränderungen beim Ausschlag abklären zu lassen. Danach war das Gefühl endlich ruhiger. Nicht komplett vergessen, aber genug abgeklärt, um am nächsten Tag beruhigter weiterfahren zu können.

Dann stand ein sehr langer Fahrtag nach Fitzroy Crossing an. Zur Abwechslung gab es neue Podcasts: griechische Sagen statt True Crime. Nach so viel Mord und Dunkelheit wahrscheinlich auch mal notwendig.

Am Campingplatz angekommen, ging es erstmal noch in den Pool. Nach langem Sitzen, viel Straße und viel Kopfkino war das genau richtig.

Diese Tage waren irgendwie alles auf einmal: WA-Grenze, Obst-Gemüse-Stress, Zuckerschock, Krankenhaus, Mini Bungle Bungles, Campingplatzwechsel, Sonntagsessen, Beruhigung und dann wieder viele Kilometer Richtung Küste.

Western Australia begann also nicht ganz entspannt — aber zumindest mit Kartoffelpüree.