16.–19.06.26 — Von Threeways Roadhouse nach Katherine
Der zweite große Fahrtag stand an: knappe sechs Stunden bis nach Mataranka. Nach der Ankunft auf der bis jetzt billigsten unpowered Campsite — stolze 15 Dollar — brauchten die Mädels erstmal eine Pause. Lena und Lisa nutzten den Pool zum Schwimmen, während Emma die höchstqualitative, ungefähr 1 mm dicke Yogamatte auspackte.
Da in letzter Zeit auffällig oft über traditionelle österreichische Speisen geschwärmt wurde, war es endlich Zeit, eine davon umzusetzen. Es gab pikante Palatschinken — und als Nachspeise süße gefüllte Palatschinken mit Vanillepudding. Ein Traum. Dazu der Ausblick auf Kängurus, Wildschweine, Pfaue und den Sonnenuntergang. Da schlugen die Herzen der Mädels kurz sehr hoch.
Beim nächtlichen Klogang gegen zwei schlugen die Herzen dann wieder schneller — diesmal allerdings wegen der vielen Heuschrecken und Kröten, die einem gerne mal anspringen. Zum Glück fanden danach trotzdem alle drei wieder in den Schlaf.
Am nächsten Morgen fuhren die Mädels ohne große Erwartungen zu den Thermal Springs in Mataranka. Angeblich sollten diese schön warm und angenehm zum Baden sein. Und wie sagt man so schön: Wenn man keine Erwartungen hat, kann man auch nicht enttäuscht werden.
Was die drei dann sahen, hat sie aber wirklich kurz sprachlos gemacht: türkisblaues, klares Wasser, Palmen rundherum und Sonnenstrahlen, die bis auf den Grund des Wassers reichten. Schöner hätte es kaum sein können. Das hätte jede Erwartung übertroffen.
Sofort kamen Erinnerungen an die Kindheitsserie H2O — Plötzlich Meerjungfrau hoch. Als hätten Emma, Lisa und Lena endlich Mako Island entdeckt. Zum Glück wurde diese Faszination mit der GoPro festgehalten — inklusive magischer Aufnahmen der schwimmenden Meerjungfrauen.
Happy peppy ging es danach weiter nach Katherine, dem nördlichsten Punkt der ganzen Reise. Dort wurde noch beim Woolies eingekauft und im Discovery Park eingecheckt — einer der schönsten Campingplätze bis jetzt. Nach langer Zeit wurden außerdem zwei Waschmaschinen voll Wäsche eingeschaltet. Ein sehr befreiendes Gefühl, endlich wieder frisch duftende Kleidung zu haben.
Am nächsten Morgen ging es ab zum Kmart. Dort kauften die Mädels Polsterbezüge zum Schlafen, Gesichtshandtücher und essentielle Kleidung — alles für ein bisschen mehr Sauberkeit und Komfort.
Der Tag selbst sollte ruhig werden. Dafür fuhren die drei zum nächsten Campingplatz: eine Farm mit Kühen, Schweinen, Kamelen, Schlangen, Krokodilen und vielen Enten. Naturumgeben und begleitet von sehr vielen Tierlauten konnten Emma, Lena und Lisa wieder mal so richtig entspannen. Es wurde gelesen, gejournalt, gequatscht, aufgeräumt und gelacht.
Am Abend wurde noch Dune 2 fertiggeschaut. Danach stand fest: Der dritte Teil wird gemeinsam im Kino geschaut — back in Austria.
Am nächsten Morgen ging es früh los zu den Hot Springs in Katherine. Alle waren gespannt, wie diese wohl aussehen würden. Die Eindrücke von Mataranka konnten zwar nicht ganz übertroffen werden — was ehrlich gesagt auch fast unmöglich gewesen wäre — aber besonders waren sie trotzdem.
Das Coole an diesen Thermal Pools war, dass ein kleiner Bach die zwei natürlichen Becken miteinander verbindet. Mit der Strömung konnte man ihn quasi wie eine Wasserrutsche benutzen. Natürlich wurde das sofort ausprobiert. Zusammen mit der GoPro wurde der Weg über Schlamm und Stein erfolgreich gemeistert. Danach entspannten sich die drei noch im oberen Pool.
Und wie könnte man so einen morgendlichen Thermenbesuch besser ausklingen lassen als mit einem Kaffee? Besonders fasziniert waren die Mädels von den schönen Pappbechern, in denen der Kaffee serviert wurde. Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge.
Nach diesem erfolgreichen Start in den Tag machten die Mädels noch eine kleine Wanderung zum Baruwei Lookout im Nitmiluk National Park. Dort konnten sie den Fluss bestaunen, der zwischen der Schlucht hindurchfließt — ein letzter schöner Katherine-Moment, bevor es wieder weiterging.
Nach zwei Stunden Fahrt wurde schließlich das Tagesziel erreicht: ein kleiner Campingplatz in Gregory.
Ab jetzt befinden sich die Mädels auf der langersehnten Straße nach Broome.

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