19.05.26 — Byron Bay
Der dritte Reisetag begann auf einer Rest Area und damit wieder eher praktisch als idyllisch. Von dort fuhren die Mädels zurück zu ihrem neuen Lieblingsparkplatz in Byron Bay und machten erst einmal Frühstück. Man muss ja Prioritäten setzen.
Danach wurde es offiziell: Lena buchte den ersten richtigen Campingplatz. Also kein „direkt neben der Autobahn, aber dafür gratis“-Schlafplatz, sondern ein echter Platz. Mit Einchecken. Mit Stellplatz. Mit Aussicht. Und zwar nicht irgendeiner Aussicht, sondern einer ziemlich absurden Aussicht aufs Meer. Nach zwei Nächten Rest-Area-Romantik fühlte sich das wahrscheinlich kurz an wie ein Resort.
Lisa holte ihre Gitarre raus, und die drei saßen da, sangen zusammen und genossen diesen kurzen Moment, in dem alles plötzlich sehr nach Roadtrip-Film aussah.
Später machten sie sich fertig für einen Spaziergang zum Lighthouse. Und dann passierte Byron einfach komplett. Der Himmel, das Licht, das Meer, Tallow Beach — alles sah plötzlich aus wie nicht ganz real. Dazu kam dann noch ein doppelter Regenbogen, der die Situation endgültig ein bisschen dramatisch gemacht hat. Dieser Ort wurde damit ziemlich schnell zu ihrem persönlichen „Heaven on Earth“.
Nach dem Spaziergang kamen die Mädels leicht überwältigt zurück. Emma kochte wieder super Essen, während Lisa und Lena duschen gingen. Und zwar: die erste richtige Dusche. Nicht Raststations-Waschbecken, nicht Klo-Dyson-Improvisation, sondern eine echte Dusche. Danach fühlten sich alle endlich wieder wie richtige Menschen.
Nach dem Abendessen duschte Emma noch, und dann wurde sich für die Piano Bar fertig gemacht. Nebenbei wurde noch kurz Friseur gespielt: Lisa half Emma mit ihren Spitzen, und Lena übernahm die Bangs. Ob das professionell war, ist unklar. Ob es zum Vibe gepasst hat: absolut.
Dann ging es los zur Piano Bar. Kurz davor wurde noch überlegt, ob ein Ausweis mitgenommen werden sollte. Wurde er nicht. Was sich ungefähr 20 Minuten später als nicht die beste Entscheidung herausstellte, weil Lena bei der Piano Bar wieder weggeschickt wurde. Klassiker.
Also ging es erst einmal zurück. Emma und Lisa kauften am Weg noch Ginger Beer, und zusammen wurde zurückspaziert und getrunken.
Zurück in der Piano Bar sind die Mädels dann doch noch abgegangen. Es wurde Bier getrunken, getanzt und sehr viel Energie verwendet, die eigentlich nach drei Tagen Roadtrip gar nicht mehr vorhanden sein sollte. Lena war zwischendurch vom Alkohol so müde, dass sie fast beim tanzen eingeschlafen wäre, hat aber trotzdem weitergemacht. Disziplin auf ihre Art.
Später ging es noch in die nächste Bar gegenüber, ins Salty‘s. Dort wurde weitergetanzt, mit Kanadiern geredet und der Abend einfach noch ein bisschen verlängert. Um halb zwei war dann aber Schluss. Auf dem Heimweg wurden noch sehr seltsame Fotos gemacht, bevor die Mädels schließlich zurück zum Campingplatz spazierten und betrunken ins Bett fielen.
Dass sie diesmal statt Autogeräuschen eigentlich Meeresrauschen als Nachtmusik gehabt hätten, haben sie leider komplett verschlafen.






















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