Endlich Sunshine Coast – Issue 06 

22.05.26 – Noosa

Der Tag begann wieder einmal auf einer Rest Area. Nach dem Aufwachen wurde langsam alles zusammengeräumt, getankt und dann erst einmal richtig gegönnt: echtes Wasser aus einer gekauften Flasche. Kein ekliges Tap Water, das man theoretisch eh trinken kann, bei dem man aber halt oft das Chlor direkt mitschmeckt. Luxus kann so einfach sein.

Danach ging es Richtung Sunshine Coast. Emma fuhr bis kurz nach Brisbane — also direkt durch die Stadt, ohne irgendwas anzuschauen. Die Mädels stehen nicht so auf Städte, also wurde Brisbane eher durchquert als besucht. Danach übernahm Lisa und fuhr weiter zur Sunshine Coast, natürlich zuerst zum Aldi für den nächsten Großeinkauf.

Anschließend ging es zu einem Parkplatz beim Strand. Dort wurde gegessen und danach das ganze aufgestaute Geschirr vom Vortag auf den Public Toilets abgewaschen. Die Blicke von den Passanten waren dabei ein eigenes kleines Highlight. Nicht unbedingt glamourös, aber sehr notwendig. Vanlife heißt eben auch: irgendwo zwischen Strand und öffentlichem Waschbecken kurz wieder Ordnung ins System bringen.

Danach wurde endlich das gemacht, was man sich unter Sunshine Coast eigentlich vorstellt: Bikini an, an den Strand, in der Sonne liegen, lesen und schlafen. Kurz keine Erledigungen, kein Tanken, keine Wassersuche, kein Geschirr. Nur Sonne, Strand und ein bisschen so tun, als wäre alles komplett entspannt. Bis es irgendwann zu kalt wurde und die Realität langsam zurückkam.

Also ging es nochmal zum Aldi, diesmal um Blumen zu kaufen — als kleines Geschenk für eine Bekannte in Noosa, bei der die Mädels mit dem Auto stehen und übernachten können. Ein sehr erwachsener Move zwischen Großeinkauf, Strandtag und Van-Chaos.

In Noosa angekommen wurde dann die Bekanntschaft besucht, und danach ging es noch eine Runde laufen entlang der Küste. Sonnenuntergang, Meer, rosa Himmel, schöne Stimmung — alles kurz sehr friedlich und fast zu schön für einen Tag, der auf einer Rest Area begonnen hatte.

Im Haus wurde später gekocht. Der Reis dauerte allerdings so lange, dass die Geduld langsam weniger wurde und das Essen gefühlt in Etappen passierte. Brown Rice ist eben kein Fast Food, auch wenn alle innerlich schon längst bereit dafür waren.

Danach wurde sich im Haus fertig gemacht, geduscht und alles erledigt, was sich nach ein paar Tagen im Van direkt wie Wellness anfühlt. Zurück im Van fiel dann aber ein komisches Quietschen auf. Nach kurzer Untersuchung war klar: Es kam von einem Baum nebenan. Also musste der Van nochmal umgeparkt werden. Natürlich.

Ein Tag ohne kleines Van-Problem wäre inzwischen wahrscheinlich auch verdächtig