30.05.26 — Daintree Rainforest
Am nächsten Tag ging die Jungle Expedition so richtig los. Früh auf, alles zusammengepackt und ab zur Fähre, die die Mädels über den Daintree River brachte. Schon die ersten Meter durch den Daintree Rainforest ließen alle staunen. Wurzeln, Palmen und Lianen so weit das Auge reicht — alles riesig, dicht und irgendwie ein bisschen unwirklich.
Besonders nach Cassowaries wurde Ausschau gehalten. Der Vogel lief ihnen aber nicht über den Weg. Ganz sicher waren sich die drei nicht, ob das jetzt schade oder vielleicht eh besser war. Immerhin gehört er zu den gefährlichsten Vögeln der Welt, und manchmal reicht es ja auch, nur zu wissen, dass er irgendwo theoretisch existiert.
Der erste Stopp war der Alexandra Lookout, mit Blick über Regenwald, Fluss und Meer. Danach ging es weiter zum Dubuji / Djindalba Walk, wo der Daintree nochmal so richtig zeigen konnte, was er kann: feuchte Luft, riesige Pflanzen, verschlungene Wege und dieses Gefühl, dass der Wald einen jederzeit komplett verschlucken könnte, aber auf schöne Art.
Danach ging es weiter zum Cape Tribulation Beach. Regenwald direkt am Strand, Palmen, Sand und Meer — eigentlich komplett paradiesisch, nur eben mit dem leichten Australien-Reminder, dass man trotzdem nicht einfach überall ins Wasser springen sollte.
Spontan, wie die Mädels halt sind, entschieden sich die drei nach einem Gespräch mit zwei naturinteressierten Australiern doch noch für eine Crocodile Cruise auf dem Daintree River. Vorher wurde noch schnell ein Kaffeeschi gegönnt, dann ging es aufs silberne Boot zu Guide Nic.
Und nach nicht einmal zwei Minuten on board lag schon ein vier Meter langes Salzwasserkrokodil vor ihnen.
“He’s magnificent, isn’t he?”
Und genau so war’s.
Die drei Glücklichen hatten genau Low Tide erwischt und konnten dadurch ganze vier Krokodile beim Sonnen entdecken. Von klein bis groß war alles dabei. Kurz war es einfach nur unglaublich, wie ruhig diese Tiere daliegen können, während man selbst innerlich doch sehr wach ist.
Erstaunt, beeindruckt und auch ein kleines bisschen erleichtert, wieder heil an Land zu sein, ging es zurück zum Vincent Van Go. Aufgesattelt und ab zum Campingplatz.
Man gönnt sich ja sonst nix.

Leave a comment