12.–15.06.26 — Uluru, Kata Tjuta, Alice Springs & Threeways Roadhouse
Endlich ging es in den Uluru-Kata Tjuta National Park. Nach Tagen voller Wüste, Fliegen, Rest Areas und langsamem Herantasten standen die Mädels plötzlich wirklich im roten Herzen Australiens.
Der erste Stopp führte zu den beeindruckenden Kata Tjuta Felsformationen. Schon von Weitem wirkten die riesigen Felskuppeln mächtig, aber aus der Nähe war das Ganze nochmal eine andere Nummer. Bei einem kleinen Spaziergang konnten die drei die gewaltigen Steine aus nächster Nähe bestaunen — zumindest so gut es ging. Ohne Fliegennetz wäre das nämlich kaum möglich gewesen. Outback-Must-Have. Die kleinen Insekten kleben einem wortwörtlich im Gesicht, und irgendwann versteht man sehr gut, warum hier alle mit Netz über dem Kopf herumlaufen.
Obwohl Winter war, kamen die Mädels bei den warmen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen. Da fragt man sich automatisch: Wie heiß muss es hier bitte erst im Sommer werden?
Um die Geschichte und Kultur der Aboriginals besser zu verstehen, ging es danach ins Kulturzentrum. Dort erfuhren die Mädels viel über eine Kultur, die seit Jahrtausenden besteht. Besonders die traditionellen Waffen, Werkzeuge und Alltagsgegenstände waren spannend und gaben einen kleinen Einblick in das Leben der Anangu, der traditionellen Eigentümer dieses Landes.
Lange Pause war trotzdem nicht drin, denn das Programm war ziemlich voll. Danach ging es noch zu einem Spaziergang ein Stück entlang vom Uluru. Und spätestens da wurde es wieder sehr bewusst: Dieser Ort ist nicht einfach nur ein berühmter Felsen. Er wirkt riesig, ruhig, schwer und irgendwie kaum richtig zu begreifen.
Der krönende Abschluss des Tages war dann der Sonnenuntergang am Uluru. Zu beobachten, wie der Fels im Abendlicht immer intensiver rot leuchtet, war ein ganz besonderes Erlebnis. Sehr touristisch, ja — aber auch wirklich schön. Manche Dinge sind eben bekannt, weil sie funktionieren.
Was für ein erster Tag im Dead Centre Australiens.
Viel Zeit zum Ausschlafen blieb allerdings nicht. Am nächsten Morgen klingelte um 5:50 Uhrder Wecker — genauso wie gefühlt bei der Hälfte aller anderen Campingplatzgäste. Also raus aus den Federn und ab zum Sunrise Lookout.
Gemeinsam mit Hunderten anderen Besucher:innen warteten die Mädels auf den Sonnenaufgang am Uluru. Der Anblick war zwar schön, aber die Menschenmengen und der eher bewölkte Himmel machten es diesmal nicht ganz so magisch wie erhofft. Trotzdem: irgendwie gehört es dazu. Ein Moment, den wohl jede:r im Red Centre einmal mitnimmt.
Danach ging es nochmal richtig los: die Umrundung des Uluru stand an. Fast drei Stunden wanderten die Mädels um den heiligen Stein herum und bekamen dabei nochmal ganz andere Eindrücke. Aus jeder Perspektive sieht er anders aus, und je länger man dort ist, desto weniger fühlt er sich wie eine Sehenswürdigkeit an und mehr wie ein Ort, dem man mit Respekt begegnen muss.
Nach diesem intensiven Tag ging es noch für eine Nacht zur altbekannten Curtin Springs Rest Area, bevor am nächsten Tag der Rückweg nach Alice Springs anstand.
Nach vier Stunden Autofahrt wurde wieder ein Großeinkauf bei Coles gemacht und danach beim Discovery Campingplatz eingecheckt. Und das war mal Luxus. Ein schöner Campingplatz mit Wasserpark, guten Duschen und sogar Fitnessstudio. Nach den letzten Wochen fühlte sich das fast wie ein Vier-Sterne-Resort an. Wie im Urlaub — also im Urlaub vom Roadtrip.
Schweren Herzens mussten die Mädels am nächsten Tag aber wieder früh los, um Kilometer zu machen. Ziel war das Threeways Roadhouse für eine Nacht. Mit viel Podcast und Musik vergingen die fünfeinhalb Stunden dann doch recht flott.
Passend zur ganzen Wüstenstimmung der letzten Tage begannen die drei am Abend noch Dune zu schauen.
Nach Uluru, Kata Tjuta, roten Felsen, Fliegennetzen, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, langen Walks, Campingplatz-Luxus und wieder sehr viel Straße fühlte sich dieser Abschnitt an wie ein kleiner Meilenstein.
Die Mädels waren wirklich im roten Herzen Australiens angekommen — und langsam auch schon wieder auf dem Weg weiter.

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