09.–11.06.26 — Alice Springs Richtung Uluru
Für den 09.06. war eigentlich der Ormiston Gorge National Park geplant. Dort wollten die Mädels hinfahren, den Tag verbringen und dann auch gleich übernachten. Vorher ging es aber noch kurz zu Intersport, weil nach den letzten kalten Nächten klar war: Der Kopf friert mit. Also wurden Hauben gesucht — und zum Glück auch gefunden.
Danach starteten die drei motiviert Richtung National Park. Die Vorfreude war groß, bis plötzlich ein kleines Hindernis auftauchte: Ein Teil der Straße war mit Wasser überflutet. An sich vielleicht nicht dramatisch, aber im Auto stand sehr eindeutig: Never attempt to drive through water under any circumstances.
Also wurde erstmal beobachtet, überlegt, diskutiert, wieder beobachtet und geschaut, was die anderen Autos machen. Nach langem Hin und Her beschlossen die Mädels schließlich, kein Risiko einzugehen. Ormiston Gorge wurde erstmal verschoben. Vielleicht auf dem Rückweg, vielleicht mit mehr Mut, vielleicht auch einfach nicht. Stattdessen ging es direkt Richtung Uluru.
Auf der Fahrt merkte Lena allerdings immer mehr, dass es ihr schlechter ging. Ziemlich schnell war klar: wahrscheinlich krank. Also wurde gemeinsam beschlossen, die nächsten Tage etwas ruhiger anzugehen. Nicht ganz ideal, aber manchmal entscheidet der Körper eben mit.
Die Mädels fuhren zum nächsten Campingplatz, ungefähr zwei Stunden südlich von Alice Springs. Dort wurde Wäsche gemacht, gechillt und der Plan erstmal ein bisschen runtergeschraubt.
Am nächsten Morgen wachten sie am Erlunda Campingplatz auf und entschieden, noch ein Stück weiter Richtung Uluru zu fahren — aber nicht zu weit. Ziel war einfach der nächste Campingplatz, damit Lena sich weiter ausruhen konnte und alle wieder ein bisschen Energie sammeln konnten.
Der Tag bestand aus viel Lesen, Planen, Herumliegen und sehr vielen Fliegen. Spätestens da kamen die neuen Netzhüte zum Einsatz. Sehr praktisch, sehr notwendig und optisch auf jeden Fall eine eigene Kategorie. Outback-Fashion, aber mit Funktion.
Bei der Tankstelle wurden noch Cola und Ginger Beer gegönnt. Kleine Highlights zählen im Outback doppelt.
Am 11.06. wurde dann der nächste Schritt geplant. Die Mädels wollten einen Campingplatz beim Uluru für die nächste Nacht bekommen, aber es war schon alles ausgebucht. Also wurde für die übernächste Nacht reserviert und noch ein weiterer Chiller Tag eingelegt.
Der sah ehrlich gesagt nicht viel anders aus als der Tag davor: lesen, ausruhen, planen, Fliegen abwehren, ein bisschen warten, wieder Kraft sammeln. Nicht jeder Tag muss voll sein. Manche Tage sind einfach dafür da, dass die Reise weitergehen kann.
Am Abend wurde dann noch Interstellar geschaut — und der Film hat alle ziemlich umgehauen. Passend eigentlich: mitten im Nirgendwo sitzen, draußen Outback-Himmel, drinnen ein Film über Zeit, Raum und alles, was ein bisschen zu groß ist, um es ganz zu begreifen.
Diese drei Tage waren keine klassischen Highlight-Tage, aber wichtige Zwischentage: geplatzter Ormiston-Plan, Wasser auf der Straße, Hauben gegen kalte Nächte, krank werden, langsamer Richtung Uluru fahren, Netzhüte gegen Fliegen, Cola und Ginger Beer, ausgebuchte Campingplätze und Interstellar am Abend.
Ein bisschen Pause, bevor es richtig groß wird.

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